Das Wertpapierdepot bildet den Mittelpunkt der Wertpapiergeschäfte. Von der Aktienanlage über den Fondssparplan bis hin zum Handel mit Zertifikaten ist das Depot der Dreh- und Angelpunkt des Effektenhandels. In einem Depot verwaltet ein Kreditinstitut die vom Kunden hinterlegten Wertpapiere und Fonds. Heute bieten gerade Depotkonten Tagesgeldzinsen auf hohem Niveau und sind also auch zur kurzfristigen Geldanlage empfehlenswert.
Damit man Wertpapiere kaufen und verkaufen kann, muss der Anleger ein Wertpapierdepot in einer Bank eröffnen. Früher waren Wertpapiere noch das, wonach es sich anhört: Schriftstücke, die aufwendig hergestellt und mit einem bestimmten Wert ausgewiesen waren. Heutzutage wird der Wertpapierhandel zum Großteil elektronisch abgewickelt. Klassische Depots, in Papierform, gibt es kaum noch.
Unter einem Depot versteht man also ein Konto eines Kunden auf der Bank, auf dem sein persönlicher Wertpapierbestand und ebenso alle Käufe und Verkäufe aller Wertpapiere, von beispielsweise Aktien, Anleihen, Fonds, Zertifikate und anderen Papieren verbucht werden.
Wertpapiere ordern
Einmal ein Wertpapierdepot eröffnet, geht es jetzt an die Arbeit verschiedene Wertpapiere zu ordern. Das geschieht über die so genannte Ordererteilung.
Um Wertpapiere kaufen zu können, braucht der Anleger zunächst einmal die ISIN-Nummer des jeweiligen Wertpapiers. Diese ermöglicht eine genaue und eindeutige Identifizierung. Anschließend wird man sich über den möglichen Handelsplatz Gedanken machen. In deutschen Raum hat man die Möglichkeit zwischen dem elektronischen Xetra System und dem handelsüblichen Parkethandel an der Börse in Frankfurt, Stuttgart, Berlin, Düsseldorf, München, Hamburg oder Hannover zu wählen. Eine bestimmte Stückzahl, der Ordertyp und die Gültigkeit der Order muss festgelegt werden.
Ein unlimitierter Auftrag, also beim Kauf „billigst“ und beim Verkauf „bestens“, kann nur einmal erteilt werden. Wertpapiere werden also beim Kauf zu einem möglichst günstigen Kurs gekauft und beim Verkauf zum höchst möglichsten verkauft.
Um dem Risiko zu entgehen zu teuer oder zu billig zu verkaufen, hat jeder Anleger die Möglichkeit mit einem Limit zu ordern. Dadurch gibt man beim Kauf einen Höchstpreis und beim Verkauf einen Mindestpreis an. Als dritte und letzte Möglichkeit um sich vor entgangenen Gewinnen oder Verlusten zu schützen, gibt es die Variante der Stop-Orders. Bei einem Stop-Buy-Auftrag wird eine unlimitierte Order in das System gestellt, wenn ein vorher festgeschriebener Kurs erricht oder überschritten wird. Als Gegenspieler gibt es dann noch die Stop-Loss-Order. Eine unlimitierte Order, wenn der vorher festgesetzte Kurs erlangt oder wieder überschritten wurde.
Bis hier hin liegt die Arbeit bei jedem Anleger. Damit aber nicht zu viel Arbeit auf einen zu kommt und der gewisse Komfort erhalten bleibt, erfolgen weitere Auswertungen und administrative Aufgaben die mit der Verwahrung der Wertpapiere zusammenhängen über die Direktbank. Käufe und Verkäufe von Wertpapieren für die sich der Anleger entschieden hat werden hier verbucht. Mindestens einmal im Jahr erhält der Depotinhaber einen Depotauszug, der Stückzahl und Wert aller Anlagen zeigt. Auch für die Abwicklung der Wertpapierorder ist die Bank zuständig. Hierfür wird oft eine bestimmte Transaktionsgebühr fällig, die von Fall zu Fall variiert oder auch wegfällt. Darüber hinaus bieten gute Onlienbroker die Möglichkeit der Depotanalyse.
Bei der Wahl des richtigen Depots begegnet man einer Vielzahl kostenloser Angebote. Aber was ist bei der Wahl des richtigen Depots zu beachten?
Eine schnelle und korrekte Orderabwicklung ist sicherlich einer der wesentlichen Auswahlkriterien. Denn alte Hasen im Aktiengeschäft wissen es schon lange: Geschwindigkeit ist Trumpf. Die Möglichkeit sekundenschnell zu kaufen und zu verkaufen, ist für den Erfolg auf dem Börsenparkett unerlässlich. Aber auch ein umfangreiches Produktangebot kann die Depotwahl beeinflussen. Die unterschiedlichen Bedürfnisse der verschiedenen Anlagetypen - den Risikofreudigen, den Wachstumsorientierten oder den Konservativen möchten befriedigt werden.
Bei der Wahl des richtigen Online-Depots kann dem Urteil unabhängiger Finanzzeitschriften vertraut werden. Entscheidet man sich für den Testsieger, kann man auch hier sicher sein, eine gute Wahl getroffen zu haben.
Fakten:
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