Um die Mitte der 1990er Jahre begann der Siegeszug des WWW und läutete die Dotcom-Ära ein. Vor allem für Unternehmen wurde es immer interessanter, ihre Produkte und Leistungen per Internetpräsenz einem breiten Interessenten-Stamm zur Verfügung zu stellen. Einige ausschließlich über das Internet agierende Firmen, erkannten das Potenzial des neuen Mediums. Um weiter zu expandieren, wählten viele dieser Unternehmen den Börsen-Gang. Diese Möglichkeit nutzten zunächst viele US-Unternehmen, deren URL auf .com endete. Dieser Börsengang-Trend trägt seitdem die Bezeichnung Dotcom-Boom, in Deutschland läutete vor allem der Telekom-Börsengang diesen Boom ein. Allgemeine Euphorie machte taub und man ignorierte Experten-Stimmen, die den neuen Markt für überbewertet hielten. Das rächte sich im Jahr 2000; es kam zum Börsencrash. Inzwischen bezeichnet man den Dotcom-Boom, sehr viel treffender als Dotcom-Blase. Nur wenige Dotcom-Unternehmen überlebten den Crash und konnten sich bis heute am Markt etablieren.